Bund der Steuerzahler Hessen e.V. - Flughafen Kassel-Calden stoppen

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22.03.2010

Flughafen Kassel-Calden stoppen

Bund der Steuerzahler Hessen: Land muss neu rechnen bevor Millionen fließen / Steuergelder nicht in Investitionsruine versenken

Der BdSt Hessen sieht angesichts der neuen Kostenschätzungen zum Ausbau des Flughafens Kassel-Calden seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Es müsse umgehend eine Überarbeitung der überholten Kosten-Nutzen-Berechnungen erfolgen. „Es wäre verantwortungslos, auch nur einen einzigen weiteren Euro in das umstrittene und fragwürdige Großprojekt zu stecken, wenn nicht zuvor die Wirtschaftlichkeit des Flughafenausbaus belegt wird. Ich sehe die große Gefahr, dass Steuergelder in einer Größenordnung von rund 225 Millionen Euro in den Sand gesetzt werden“, so Ulrich Fried, Vorsitzender des BdSt Hessen.

Nachdem sich in jüngster Vergangenheit mehrere Experten sehr kritisch zu den Ausbauplänen in Kassel-Calden geäußert hätten, müsse auch der Landesregierung so langsam klar werden, dass dieser Ausbau aus verkehrs- und finanzpolitischer Sicht unsinnig und aus volks- und betriebswirtschaftlicher Sicht äußerst fragwürdig sei. Die Steuerzahlerorganisation verweist darauf, dass nicht nur andere nahe gelegene Regionalflughäfen zur Verfügung stünden, sondern dass es nach Expertenmeinung auch keinen ausreichenden Bedarf für ein solches Großprojekt gibt. Hinzu komme, dass man die bereits überschuldeten Haushalte des Landes und der anderen Beteiligten neben der hohen Investitionssumme nicht auch noch mit dauerhaften jährlichen Subventionszahlungen belasten könne. „Sinnvoller wäre es, die Verkehrskooperationen mit den benachbarten Bundesländern zu forcieren, um auf diese Weise die Anbindung an bestehende Flughäfen zu verbessern. Damit könnten Steuergelder in Millionenhöhe eingespart werden“, so Fried abschließend.

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