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21.06.2012
Bei der Diskussion über Streitfragen halten 40 Prozent der Befragten den Prüfer für „uneinsichtig“. Genauso groß ist der Anteil derjenigen, die den Prüfer zwar für „hart“, aber letztlich für „fair“ halten. Lediglich 20 Prozent bescheinigen dem Prüfer, in Streitfällen „sehr entgegenkommend“ gewesen zu sein. Sehr zufrieden zeigten sich die geprüften Steuerzahler über die Informationen während der Prüfung. 90 Prozent geben an, dass der Prüfer während der Prüfung laufend von sich aus bzw. auf Fragen der Steuerzahler hin ausreichend über den Fortgang der Prüfung und seine Prüfungsfeststellungen informiert hat.
Der Rückgriff auf Datenbanken spielt bei den Betriebsprüfungen offenbar eine immer größere Rolle. In mehr als 60 Prozent der Fälle sollen die Prüfer nach den Grundsätzen des Datenzugriffs und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen vorgegangen sein. Diese Prüfungsmethode ist erst seit einigen Jahren möglich und zulässig. In diesem Zusammenhang gaben fast alle betroffenen Steuerzahler an, dass es hier keinerlei Probleme hinsichtlich der Durchführung der elektronischen Prüfung gab.
Wie die Auswertung des Steuerzahlerbundes zeigt, kommt es bei fast jeder Prüfung (95 Prozent) zu Beanstandungen. Hauptstreitpunkt ist wie in den Umfragen der Vorjahre die private Pkw-Nutzung. Bemängelt wurde häufig auch die Gestaltung und Durchführung von Verträgen zwischen Angehörigen. Beruhigend ist, dass es in fast 80 Prozent der Prüfungen schließlich zu einer Einigung zwischen Prüfer und Steuerzahler über alle bzw. die meisten der streitigen Punkte gekommen ist.
Die Beurteilung des Prüferverhaltens und damit des Klimas bei den hessischen Betriebsprüfungen drückt sich auch in den Schulnoten aus, die die Geprüften ihren Prüfern geben. Dabei kommen sie in der Gesamtbewertung auf eine Durchschnittsnote von 3,0.
„Auch wenn das Klima bei einer Betriebsprüfung nicht allein vom Betriebsprüfer, sondern auch von der Bereitschaft zur Mitwirkung seitens des geprüften Steuerzahlers abhängt, ist eine Bewertung mit der Note „befriedigend“ verbesserungsfähig. Maßvoll statt kleinlich und verständnisvoll statt uneinsichtig, sollte die Devise sein“, so Ulrich Fried, Vorsitzender des BdSt Hessen.
Hinweis:
Der Bund der Steuerzahler Hessen bietet allen Interessierten die kostenlose Broschüre ''Die Steuerprüfung'' an.
Klima bei Betriebsprüfungen verbesserungsfähig
Bund der Steuerzahler Hessen: Umfrage zur Betriebsprüfung stellt Prüfern nur befriedigendes Zeugnis aus / Hauptstreitpunkt ist oft private Pkw-NutzungDer Rückgriff auf Datenbanken spielt bei den Betriebsprüfungen offenbar eine immer größere Rolle. In mehr als 60 Prozent der Fälle sollen die Prüfer nach den Grundsätzen des Datenzugriffs und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen vorgegangen sein. Diese Prüfungsmethode ist erst seit einigen Jahren möglich und zulässig. In diesem Zusammenhang gaben fast alle betroffenen Steuerzahler an, dass es hier keinerlei Probleme hinsichtlich der Durchführung der elektronischen Prüfung gab.
Wie die Auswertung des Steuerzahlerbundes zeigt, kommt es bei fast jeder Prüfung (95 Prozent) zu Beanstandungen. Hauptstreitpunkt ist wie in den Umfragen der Vorjahre die private Pkw-Nutzung. Bemängelt wurde häufig auch die Gestaltung und Durchführung von Verträgen zwischen Angehörigen. Beruhigend ist, dass es in fast 80 Prozent der Prüfungen schließlich zu einer Einigung zwischen Prüfer und Steuerzahler über alle bzw. die meisten der streitigen Punkte gekommen ist.
Die Beurteilung des Prüferverhaltens und damit des Klimas bei den hessischen Betriebsprüfungen drückt sich auch in den Schulnoten aus, die die Geprüften ihren Prüfern geben. Dabei kommen sie in der Gesamtbewertung auf eine Durchschnittsnote von 3,0.
„Auch wenn das Klima bei einer Betriebsprüfung nicht allein vom Betriebsprüfer, sondern auch von der Bereitschaft zur Mitwirkung seitens des geprüften Steuerzahlers abhängt, ist eine Bewertung mit der Note „befriedigend“ verbesserungsfähig. Maßvoll statt kleinlich und verständnisvoll statt uneinsichtig, sollte die Devise sein“, so Ulrich Fried, Vorsitzender des BdSt Hessen.
Hinweis:
Der Bund der Steuerzahler Hessen bietet allen Interessierten die kostenlose Broschüre ''Die Steuerprüfung'' an.
