Bund der Steuerzahler Hessen e.V. - Steuertipps

Service > Steuertipps
16.09.2013

Abfindung in Teilbeträgen – Fiskus verdient mit

Neues Klageverfahren macht Steuerzahlern Hoffnung


Foto: Petra Bork / pixelio.de
Der Verlust des Arbeitsplatzes ist für die meisten Betroffenen ein harter Schlag. Ein kleines Trostpflaster ist es, wenn es eine Abfindung vom Chef gibt. Für eine solche Kündigung mit einem „goldenen Handschlag“ fallen allerdings Steuern an – und zwar nicht zu knapp. Häufig entsteht dann Streit mit dem Finanzamt, ob eine Begünstigungsregelung für Abfindungen anwendbar ist oder nicht. Aktuell liegt dem Bundesfinanzhof ein Fall vor, in dem die Abfindung in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren ausgezahlt wurde, berichtet der Bund der Steuerzahler. In solchen Fällen lehnte die Finanzverwaltung bislang die Anwendung der günstigen Steueregel ab. Das Verfahren macht Steuerzahlern nun jedoch Hoffnung, die Sonderregelung für jahresübergreifende Teilabfindungen doch noch anwenden zu können. Mehr dazu

06.09.2013

Ferienjobs: Steuern zurückholen

Steuertipp für Schüler und Studierende / Steuern auf Ferienjobs werden in den meisten Fällen zurückerstattet

Foto: Anja Müller / pixelio.de
Viele Schüler und Studenten jobben in den Schul- bzw. Semesterferien, um ihr Einkommen aufzubessern oder um erste praktische Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln. Bei länger andauernden oder höher bezahlten Ferienjobs muss sozusagen „auf Lohnsteuerkarte“ gearbeitet werden. In diesem Fall hat der Schüler die Möglichkeit, zu viel bezahlte Steuern zurückzubekommen. Denn zunächst vom Arbeitgeber einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag können nach Ablauf des Jahres in den meisten Fällen vom Finanzamt zurückgefordert werden. Dafür muss ein Antrag auf Veranlagung zur Einkommensteuer ausgefüllt werden. Oftmals kann dazu das Formular „Vereinfachte Einkommensteuererklärung“ verwendet werden.

BdSt-Ratgeber zum Thema Ferienjobs herunterladen. Mehr dazu
23.08.2013

Volle Fahrtkosten bei Kundenbesuchen

Gleiches Recht für Unternehmer


Foto: Hartmut 910 r / pixelio.de
Selbstständige und Unternehmer sollten sich nicht mit der niedrigeren Entfernungspauschale abspeisen lassen, wenn es um Fahrten zum Kunden geht. Wird nämlich ein Arbeitnehmer beim Kunden tätig, können die Fahrtkosten für Hin- und Rückfahrt steuerlich geltend gemacht werden. Bei Unternehmern will die Finanzverwaltung hingegen oft nur die Entfernungspauschale anerkennen, wenn ein Kunde regelmäßig besucht wird. Durch ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf bekommen Unternehmer und Selbstständige nun aber Rückenwind. Das Gericht erlaubte den vollen Fahrtkostenansatz. Mehr dazu

01.08.2013

Ausschlagung des Erbes kann Steuern sparen

Erbschaft muss nicht angenommen werden / Steuerfreibeträge nutzen und günstigere Steuerklasse sichern / BdSt-Broschüre „Erben und Vererben“ informiert über Erbrecht


Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Der BdSt Hessen weist darauf hin, dass in vielen Fällen die Ausschlagung einer Erbschaft steuerliche Vorteile mit sich bringen kann. Der eigentlich berufene Erbe ist nicht gezwungen, die Erbschaft zu übernehmen. Er kann sie annehmen, aber auch nach freiem Belieben ausschlagen und dadurch den bereits erfolgten Anfall der Erbschaft wieder rückgängig machen. Die Ausschlagung bewirkt, dass der Erbfall als nicht eingetreten gilt. Die Erbschaft fällt dann an die Person, die berufen wäre, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte. Durch die Ausschlagung kann beispielsweise ein wegen Überschuldung des Nachlasses nachteiliger Erbschaftserwerb vermieden werden.

Die Ausschlagung ermöglicht im Einzelfall eine nachträgliche Korrektur ungünstiger erbschaftsteuerrechtlicher Folgen. Sie kann zum Beispiel ein größeres Freibetragsvolumen und eine Minderung der Steuerprogression bewirken oder eine günstigere Steuerklasse sichern. Mehr dazu

09.07.2013

Langjähriger Wohnungsleerstand: Finanzamt prüft Abzug von Verlusten

BFH erhöht Anforderungen an Vermietungsbemühungen / BdSt-Broschüre „Steuern rund ums Haus“ informiert Immobilieneigentümer über Steuerfragen


Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Der BdSt Hessen weist darauf hin, dass der Bundesfinanzhof die Anforderungen für die Absetzbarkeit laufender Aufwendungen einer leerstehenden Immobilie konkretisiert und erweitert hat. Betroffene sollten reagieren, um weiterhin Steuern zu sparen. Steht eine Immobilie mehrere Jahre leer, zücken die Finanzämter gern den Rotstift und wollen die weiter laufenden Aufwendungen nicht länger als Werbungskosten anerkennen. Grundsätzlich sind Aufwendungen für eine leerstehende Immobilie auch während der Zeit des Leerstands als Werbungskosten absetzbar, wenn beabsichtigt ist, die Wohnung dauerhaft zu vermieten und solange die Vermietungsabsicht nicht wieder aufgegeben wird. Es muss eine sogenannte Einkünfteerzielungsabsicht vorliegen.

Der BdSt Hessen macht darauf aufmerksam, dass der Steuerzahler hierfür ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbemühungen nachweisen muss. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seiner Entscheidung vom 11.12.2012, Az.: IX R 14/12, die Anforderungen an die Vermietungsbemühungen bei langjährigem Wohnungsleerstand erweitert und fordert, dass bei erfolglosen Vermietungsbemühungen auch das Verhalten des Vermieters angepasst werden muss. Mehr dazu

20.06.2013

Fahrten zur Arbeit: Reparaturkosten bei der Einkommensteuer absetzen


Foto: Andreas Portner / pixelio.de
Mit der Entfernungspauschale beteiligt sich der Fiskus an den Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Dabei werden pauschal 30 Cent je Entfernungskilometer als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben für den Weg zur Arbeit anerkannt. Mehr gibt es grundsätzlich nicht. Das Finanzgericht Niedersachsen hat aber in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass außergewöhnliche Kosten wie z.B. Reparaturkosten neben der Entfernungspauschale geltend gemacht werden können. Betroffene Steuerzahler können daher ihre Steuerlast zusätzlich senken.

Mit dem Kilometerpauschbetrag von 30 Cent sind nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs die normalen Kosten für den Weg zur Arbeit abgegolten. Deshalb können Steuerzahler, die mit ihrem privaten Pkw zur Arbeit fahren, Kosten für Kraftstoff, Haftpflichtversicherung, übliche Reparaturkosten, Parkgebühren oder die Wertminderung für die Abnutzung des Fahrzeugs nicht zusätzlich bei der Steuer geltend machen. Nicht von der Pauschale erfasst sind aber außergewöhnliche Kosten wie z.B. die Kosten, die aufgrund eines Unfalls auf dem Weg zur Arbeit entstehen. Auch Reparaturkosten, die aufgrund einer Falschbetankung des Fahrzeugs auf dem Weg zur Arbeit anfielen, sind zusätzlich absetzbar. Mehr dazu

14.05.2013

Krankheitskosten von der Steuer absetzen

Heuschnupfengeplagte & Co. können Einspruch einlegen


Foto: Matthias Preisinger / pixelio.de
Heuschnupfengeplagt, der erste richtig dicke Sonnenbrand oder ein Zeckenbiss – auch im Sommer gibt es Gründe den Arzt aufzusuchen. Die Kosten für die Medikamente müssen viele Steuerzahler aus eigener Tasche zahlen. Kommt dann im Laufe des Jahres noch eine neue Brille oder Zahnersatz hinzu, gehen die Ausgaben für die Gesundheit schnell in die Höhe. Ein Trostpflaster: die Kosten können steuerlich berücksichtigt werden, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Das Finanzamt akzeptiert die Ausgaben allerdings nur, wenn ein bestimmter Betrag – die zumutbare Eigenbelastung – überschritten wird. Ob diese Eigenbelastungsgrenze verfassungsgemäß ist oder die Krankheitskosten gar ab dem ersten Euro steuerlich anerkannt werden müssen, soll nun der Bundesfinanzhof klären. Dort sind zwei Nichtzulassungsbeschwerden zu diesem Thema anhängig (VI B 150/12 und VI B 116/12).

Steuerzahler, die ihre Krankheitskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen wollen, jedoch die zumutbare Eigenbelastungsgrenze nicht knacken, sollten sich auf diese Verfahren berufen, rät der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

17.04.2013

Scheidungskosten bei der Einkommensteuer absetzen

Streitkosten mit dem Ex-Partner sind außergewöhnliche Belastung


Foto: Katharina Scherer / pixelio.de
Eine Ehescheidung ist häufig nicht nur schmerzlich, sondern auch teuer. Schnell kommen einige tausend Euro an Anwalts- und Gerichtskosten zusammen, wenn neben der Ehescheidung auch noch Fragen des Versorgungsausgleichs, des Zugewinns oder des Unterhalts geregelt werden müssen. Viele Steuerzahler wollen die Kosten dann wenigstens bei der Steuer absetzen. Nach einem aktuellen Urteil des Finanzgerichts Düsseldorfs ist dies möglich, darauf weist der Bund der Steuerzahler hin.

Welche Kosten für einen Scheidungsprozess steuerlich berücksichtigt werden können, wird von der Finanzverwaltung und den Finanzgerichten unterschiedlich beurteilt. Die Finanzverwaltung akzeptiert in der Regel nur die Kosten, die im Zusammenhang mit der eigentlichen Scheidung und dem Versorgungsausgleich entstehen. Soweit die Aufwendungen auf die Vermögensauseinandersetzung also z. B. den Zugewinnausgleich oder die Unterhaltsansprüche entfallen, setzt das Finanzamt den Rotstift an und streicht die darauf entfallenen Anwalts- und Gerichtskosten heraus. Mehr dazu

11.03.2013

Abgeltungsteuer und Werbungskosten: Einspruch einlegen kann sich lohnen


Foto: Michael Staudinger / pixelio.de
Für Anleger kann es sich lohnen, Einspruch gegen ihren Steuerbescheid einzulegen. Denn das Finanzgericht Baden-Württemberg hat kürzlich entschieden, dass Sparer und Kapitalanleger Werbungskosten absetzen dürfen. Eigentlich können Werbungskosten für private Geldanlagen seit dem Jahr 2009 nicht mehr berücksichtigt werden. Nun bietet das Urteil aber die Chance, solche Kosten doch noch steuermindernd anzusetzen. Der Bund der Steuerzahler erklärt die Details.

Seit dem Jahr 2009 gilt für private Einkünfte aus Kapitalanlagen grundsätzlich die Abgeltungsteuer. Danach kann von den Kapitalerträgen nur noch der Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro bzw. 1.602 Euro (bei zusammenveranlagten Ehepaaren) abgezogen werden. Dies gilt nach dem Gesetzeswortlaut auch dann, wenn die tatsächlichen Werbungskosten diesen Betrag übersteigen. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat hingegen aktuell entschieden, dass die tatsächlichen Werbungskosten bei Einkünften aus Kapitalanlagen zu berücksichtigten sind, soweit sie den Sparer-Pauschbetrag übersteigen. Dies gilt jedenfalls in Fällen, bei denen der persönliche Einkommensteuersatz unter dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent liegt (Az.: 9 K 1637/10). Mehr dazu

12.02.2013

Leerstand kann Grundsteuererlass rechtfertigen

Anträge bis zum 2. April 2013 möglich


Foto: Rolf Handke / pixelio.de
Trotz erheblicher Bemühungen können Immobilien häufig nicht vermietet werden. Bleiben Mieteinnahmen unverschuldet aus, so kann dies zum teilweisen Erlass der Grundsteuer führen. Ein entsprechender Antrag auf Erlass der Grundsteuer muss für das Jahr 2012 bis spätestens zum 2. April 2013 bei den Gemeinden bzw. in den Stadtstaaten beim Finanzamt eingegangen sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin.

Voraussetzung für den Grundsteuererlass ist eine wesentliche Ertragsminderung, die der Steuerzahler nicht zu vertreten hat. Ein 25-prozentiger Grundsteuererlass ist möglich, wenn der normale Rohertrag um mehr als 50 Prozent gemindert wird. Sofern der Ertrag in voller Höhe ausfällt, ist ein Grundsteuererlass von 50 Prozent vorgesehen. Unter dem normalen Rohertrag ist die geschätzte übliche Jahresrohmiete zu Beginn des Kalenderjahres zu verstehen.

Neben dem Antrag ist der Nachweis erforderlich, dass der Immobilieneigentümer die Ertragsminderung nicht selbst zu vertreten hat. Dies kann etwa durch ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbemühungen wie zum Beispiel die Schaltung von Vermietungsanzeigen dargelegt werden. Mehr dazu

Suche
Staatsverschuldung in Hessen
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0