Bund der Steuerzahler Hessen e.V. - Hessen sollte sich beim Feiern Nachbarn zum Vorbild nehmen

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29.09.2017

Hessen sollte sich beim Feiern Nachbarn zum Vorbild nehmen

Rheinland-Pfalz verzichtet auf Landesfest im Jahr der Einheitsparty, während Hessen doppelt feiert / Land sollte sich auf ein Großevent pro Jahr beschränken

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz fordert der BdSt Hessen die hessische Landesregierung auf, sich bei künftigen Großveranstaltungen an den Nachbarn aus Rheinland-Pfalz zu orientieren. Dort hat man in diesem Jahr auf den Rheinland-Pfalz-Tag verzichtet, weil man mit der Ausrichtung des Einheitsfests an der Reihe ist. „Während man auf der anderen Rheinseite die Kosten im Blick behält und sich auf ein Fest beschränkt, wird in Hessen völlig selbstverständlich doppelt gefeiert.

So fand 2015 zusätzlich zum Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt ein zehntägiger Hessentag in Hofgeismar statt. Genauso verhält es sich mit den kostspieligen Landesgartenschauen, die parallel zum Hessentag laufen. Wir fordern, dass auch Hessen sich auf eine Großveranstaltung pro Jahr beschränkt!“, so Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen.

Gerade auch weil der Gigantismus des Hessentags, der jedes Jahr aus unterschiedlichen öffentlichen Kassen mit mehr als 20 Millionen Euro subventioniert wird, zunehmend auf Kritik stoße, müssten die finanziellen Aufwendungen für sämtliche Landesevents endlich gemeinsam betrachtet und schließlich gedeckelt werden. Die nächste Möglichkeit für einen Verzicht hätte sich nächstes Jahr geboten. Doch der Hessentag 2018 wird in Korbach gefeiert, obwohl gleichzeitig die Landesgartenschau in Bad Schwalbach stattfindet. Das sei nicht nachvollziehbar, schließlich biete die Landesgartenschau ein attraktives Ambiente für die Treffen der hessischen Vereine und Verbände und würde auch einen schönen Rahmen für einen Hessenumzug bilden. Insgesamt ließen sich etliche Millionen Euro einsparen. Leider habe sich der Reformeifer in der Landespolitik bisher aber nur auf kosmetische Änderungen beim Hessentag beschränkt, obwohl gerade dort große Einsparpotenziale liegen. Auch dabei könne man von den Rheinland-Pfälzern lernen: „Während man sich dort mit einem Wochenende für das Landesfest begnügt, müssen es bei uns in Hessen zehn Tage Party sein. Damit haben wir ein teures bundesweites Alleinstellungsmerkmal!“, so Papendick.

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