Bund der Steuerzahler Hessen e.V. - Aktuelles

Aktuelles

Steuertipps

31.08.2017

Hochwasserschäden von der Steuer absetzen

So hilft das Finanzamt!

Private Hochwasserschäden können als außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin. Interessant ist dies vor allem für diejenigen, die aufgrund mitunter starker Regenfälle im Sommer Schäden an Haus, Wohnung oder anderen Gegenständen hinnehmen mussten, die nicht von der Versicherung ausgeglichen werden. Über die Steuer kann dann zumindest ein Teil des Schadens ersetzt werden.

Abgesetzt werden können die selbstgetragenen Kosten etwa für die Reparatur des Hauses, die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung. Entsprechende Rechnungen und Belege sollten zum Nachweis aufbewahrt werden. Zahlt die Versicherung, so kann allenfalls der Selbstbehalt von der Steuer abgesetzt werden. Mehr dazu

20.07.2017

Geschenke an Geschäftsfreunde

Bei Bestellung von Geschäftspräsenten an die Steuer denken!

Wer Geschäftsfreunde beschenkt, sollte unbedingt an die Steuer denken. Aufgrund eines aktuellen Urteils werden die Finanzämter bei Geschenken im Geschäftsleben womöglich noch genauer nachrechnen. Betroffen sind Geschäftsleute, die neben dem Präsent auch pauschal die darauf entfallene Einkommensteuer für den Geschäftspartner übernehmen. Betragen Geschenkewert und Pauschalsteuer zusammen mehr als 35 Euro, entfällt nach einem neuen Urteil des Bundesfinanzhofs der Betriebsausgabenabzug beim Schenkenden. Ob die Finanzverwaltung das Urteil anwendet, ist aktuell noch ungewiss. Wer jetzt Geschäftsgeschenke einkauft, sollte sich vorsichtshalber mit dem Urteil befassen oder beispielsweise bei der Bestellung der Weihnachtsgeschenke noch etwas abwarten, rät der Bund der Steuerzahler. Mehr dazu

22.06.2017

Spekulationsfrist bei Veräußerung von Ferienimmobilien beachten!

Im Zweifelsfall Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen

Steuerzahler, die eine selbst genutzte Ferienwohnung oder ein Ferienhaus verkaufen, sollten an die Spekulationsfrist denken, rät der Bund der Steuerzahler. Aufgrund eines aktuellen Urteils des Finanzgerichts Köln ist derzeit unklar, ob für private Ferienimmobilien die Spekulationsfrist gilt oder der Gewinn aus dem Verkauf der Ferienimmobilie in jedem Fall steuerfrei bleibt.

Grundsätzlich muss beim Verkauf privat genutzter Immobilien keine Spekulationsfrist beachtet werden. Die zehnjährige Frist gilt eigentlich nur für vermietete Immobilien. Bei diesen ist der Veräußerungsgewinn zu versteuern, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als zehn Jahre liegen. Nach dem Urteil des Finanzgerichts Köln aus dem Oktober 2016 ist nun jedoch zweifelhaft, ob die Spekulationsfrist auch bei selbst genutzten Ferienimmobilien, die im Privatvermögen gehalten werden, greift. Mehr dazu

19.05.2017

Schadenersatz wegen Mobbings ist kein Arbeitslohn

Entschädigungen bleiben steuerfrei!

Entschädigungen, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber wegen Diskriminierung, Mobbings oder sexueller Belastung erhält, sind kein Arbeitslohn und damit steuerfrei. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber die Diskriminierung bestreitet und sich lediglich in einem gerichtlichen Vergleich zur Zahlung bereit erklärt, so der Bund der Steuerzahler mit Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz. Mehr dazu

27.04.2017

Benzinkosten absetzbar – Neues zur Firmenwagenbesteuerung

So können Dienstwagenfahrer Steuern sparen!

Wer das Benzin für seinen Dienstwagen aus der privaten Tasche bezahlt, kann Steuern sparen, erklärt der BdSt unter Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs. Mit dem Urteil schlug das Gericht eine ganz neue Linie ein. Bisher berücksichtigte das Finanzamt nur pauschale Nutzungsentgelte steuermindernd, nicht aber individuelle Kraftstoffkosten.

Im konkreten Fall teilten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten für den Firmenwagen: Der Arbeitnehmer zahlte die Tankkosten, der Arbeitgeber übernahm die Anschaffungskosten und sonstige Aufwendungen für den Firmenwagen. Da der Arbeitnehmer den Firmenwagen auch privat nutzen durfte, musste er diesen Nutzungsvorteil mit der sogenannten 1 %-Regelung versteuern. Der Arbeitnehmer verlangte vom Finanzamt, dass dann aber auch die selbst bezahlten Benzinkosten berücksichtigt werden. Zu Recht, wie der Bundesfinanzhof entschied. Mehr dazu

11.04.2017

Den 31. Mai dick im Kalender anstreichen!

Für 2017 bleibt die Abgabefrist für die Steuererklärung bei diesem Stichtag / Hessisches Pilotprojekt: Bei Erstellung durch steuerliche Berater Verlängerung bis zum 28.02.2018

Steuerzahler sollten sich Mittwoch, den 31. Mai 2017, dick im Kalender ankreuzen. Bis zu diesem Datum müssen Steuererklärungen für das Jahr 2016 grundsätzlich beim Finanzamt eingehen. Im vergangenen Jahr hat der Gesetzgeber die Abgabefristen mit dem Steuermodernisierungsgesetz zwar um zwei Monate verlängert, die Regelung gilt aber noch nicht für dieses Jahr! Darauf weist das Bundesfinanzministerium in einem Verwaltungsschreiben vom 2. Januar 2017 hin. Erst für die Steuererklärung 2018, die 2019 abgegeben wird, gibt es zwei Monate länger Zeit. Mehr dazu

17.03.2017

Streit um Riester-Zulage für freie Berufe

Freiberufler können sich gegen Zulagenaberkennung wehren!

Mitglieder von berufsständigen Versorgungswerken sollten sich wehren, wenn ihnen die Riester-Zulage gestrichen wird. Betroffen sind Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte oder Architekten. Nach bisheriger Rechtsauslegung haben diese Berufsgruppen grundsätzlich keinen Anspruch auf die Riester-Zulage. Eine Ausnahme besteht nur für den Fall, dass der Ehegatte zum begünstigten Personenkreis gehört, der Partner also etwa in der Deutschen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Dann gilt auch das Versorgungswerkmitglied als zulagenberechtigt. Ein Rechtsanwalt wehrt sich gegen diese Benachteiligung der freien Berufe und hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Mehr dazu

21.02.2017

Umzugskosten in der Steuererklärung angeben

Ab Februar 2017 gelten höhere Pauschalen!

Steuerzahler sollten ihre Umzugskosten in der Einkommensteuererklärung angeben. Was im Einzelnen abgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob man aus beruflichen oder privaten Gründen umgezogen ist, erklärt der BdSt. Wer beispielsweise in eine andere Stadt zieht, um eine neue Arbeit aufzunehmen oder sich dadurch die Fahrtzeit zur Arbeit um eine Stunde verkürzt, kann gut mit einem beruflich bedingten Umzug argumentieren. Die Umzugskosten können dann als Werbungskosten in der Einkommensteuerklärung angegeben werden. Dazu zählen etwa die Aufwendungen für das Umzugsunternehmen, Reisekosten oder Kosten für die Besichtigung der neuen Wohnung. Diese sind im Einzelnen, beispielsweise durch Rechnungen, nachzuweisen. Mehr dazu

20.01.2017

Auch vielen Senioren sitzt das Finanzamt im Nacken

Kostenloser Ratgeber bietet Rentnern Hilfestellung beim Ausfüllen der Steuererklärung / Bestellhotline 0611/992190

Der BdSt Hessen weist darauf hin, dass auch etliche Ruheständler eine Steuererklärung abgeben müssen. Dies geht vor allem auf das Alterseinkünftegesetz aus dem Jahr 2005 zurück, mit dem die Rentenbesteuerung neu geregelt wurde. Etliche Rentner, die jahrelang von der Abgabe einer Steuererklärung befreit waren, müssen sich inzwischen wieder mit diesem Thema beschäftigen. Hilfestellung bietet dabei der kostenlose BdSt-Ratgeber „Steuererklärung für Senioren 2016“. Mehr dazu

05.01.2017

Nach dem Unfall Steuern sparen

Kosten eines Unfalls auf dem Weg zur Arbeit als Werbungskosten geltend machen / Finanzamt erkennt Aufwendungen ausnahmsweise an

Für all diejenigen, die wegen des aktuellen Winterwetters einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit hatten, hält der BdSt Hessen wenigstens einen tröstlichen Steuertipp bereit. Zwar sind mit der Entfernungspauschale grundsätzlich sämtliche Kosten eines Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstelle abgegolten. Doch die Finanzverwaltung lässt unter bestimmten Voraussetzungen den steuerlichen Abzug von Unfallkosten ausnahmsweise zu. Soweit die Aufwendungen nicht durch den Arbeitgeber, durch den Schädiger oder durch die Haftpflicht- und Kaskoversicherung ersetzt werden, können sie als Werbungskosten geltend gemacht werden. Mehr dazu

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