Bund der Steuerzahler Hessen e.V. - Steuertipps

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19.05.2017

Schadenersatz wegen Mobbings ist kein Arbeitslohn

Entschädigungen bleiben steuerfrei!

Entschädigungen, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber wegen Diskriminierung, Mobbings oder sexueller Belastung erhält, sind kein Arbeitslohn und damit steuerfrei. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber die Diskriminierung bestreitet und sich lediglich in einem gerichtlichen Vergleich zur Zahlung bereit erklärt, so der Bund der Steuerzahler mit Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz. Mehr dazu

27.04.2017

Benzinkosten absetzbar – Neues zur Firmenwagenbesteuerung

So können Dienstwagenfahrer Steuern sparen!

Wer das Benzin für seinen Dienstwagen aus der privaten Tasche bezahlt, kann Steuern sparen, erklärt der BdSt unter Hinweis auf ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs. Mit dem Urteil schlug das Gericht eine ganz neue Linie ein. Bisher berücksichtigte das Finanzamt nur pauschale Nutzungsentgelte steuermindernd, nicht aber individuelle Kraftstoffkosten.

Im konkreten Fall teilten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Kosten für den Firmenwagen: Der Arbeitnehmer zahlte die Tankkosten, der Arbeitgeber übernahm die Anschaffungskosten und sonstige Aufwendungen für den Firmenwagen. Da der Arbeitnehmer den Firmenwagen auch privat nutzen durfte, musste er diesen Nutzungsvorteil mit der sogenannten 1 %-Regelung versteuern. Der Arbeitnehmer verlangte vom Finanzamt, dass dann aber auch die selbst bezahlten Benzinkosten berücksichtigt werden. Zu Recht, wie der Bundesfinanzhof entschied. Mehr dazu

11.04.2017

Den 31. Mai dick im Kalender anstreichen!

Für 2017 bleibt die Abgabefrist für die Steuererklärung bei diesem Stichtag / Hessisches Pilotprojekt: Bei Erstellung durch steuerliche Berater Verlängerung bis zum 28.02.2018

Steuerzahler sollten sich Mittwoch, den 31. Mai 2017, dick im Kalender ankreuzen. Bis zu diesem Datum müssen Steuererklärungen für das Jahr 2016 grundsätzlich beim Finanzamt eingehen. Im vergangenen Jahr hat der Gesetzgeber die Abgabefristen mit dem Steuermodernisierungsgesetz zwar um zwei Monate verlängert, die Regelung gilt aber noch nicht für dieses Jahr! Darauf weist das Bundesfinanzministerium in einem Verwaltungsschreiben vom 2. Januar 2017 hin. Erst für die Steuererklärung 2018, die 2019 abgegeben wird, gibt es zwei Monate länger Zeit. Mehr dazu

17.03.2017

Streit um Riester-Zulage für freie Berufe

Freiberufler können sich gegen Zulagenaberkennung wehren!

Mitglieder von berufsständigen Versorgungswerken sollten sich wehren, wenn ihnen die Riester-Zulage gestrichen wird. Betroffen sind Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte oder Architekten. Nach bisheriger Rechtsauslegung haben diese Berufsgruppen grundsätzlich keinen Anspruch auf die Riester-Zulage. Eine Ausnahme besteht nur für den Fall, dass der Ehegatte zum begünstigten Personenkreis gehört, der Partner also etwa in der Deutschen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Dann gilt auch das Versorgungswerkmitglied als zulagenberechtigt. Ein Rechtsanwalt wehrt sich gegen diese Benachteiligung der freien Berufe und hat Verfassungsbeschwerde eingelegt. Darauf macht der Bund der Steuerzahler aufmerksam. Mehr dazu

21.02.2017

Umzugskosten in der Steuererklärung angeben

Ab Februar 2017 gelten höhere Pauschalen!

Steuerzahler sollten ihre Umzugskosten in der Einkommensteuererklärung angeben. Was im Einzelnen abgesetzt werden kann, hängt davon ab, ob man aus beruflichen oder privaten Gründen umgezogen ist, erklärt der BdSt. Wer beispielsweise in eine andere Stadt zieht, um eine neue Arbeit aufzunehmen oder sich dadurch die Fahrtzeit zur Arbeit um eine Stunde verkürzt, kann gut mit einem beruflich bedingten Umzug argumentieren. Die Umzugskosten können dann als Werbungskosten in der Einkommensteuerklärung angegeben werden. Dazu zählen etwa die Aufwendungen für das Umzugsunternehmen, Reisekosten oder Kosten für die Besichtigung der neuen Wohnung. Diese sind im Einzelnen, beispielsweise durch Rechnungen, nachzuweisen. Mehr dazu

20.01.2017

Auch vielen Senioren sitzt das Finanzamt im Nacken

Kostenloser Ratgeber bietet Rentnern Hilfestellung beim Ausfüllen der Steuererklärung / Bestellhotline 0611/992190

Der BdSt Hessen weist darauf hin, dass auch etliche Ruheständler eine Steuererklärung abgeben müssen. Dies geht vor allem auf das Alterseinkünftegesetz aus dem Jahr 2005 zurück, mit dem die Rentenbesteuerung neu geregelt wurde. Etliche Rentner, die jahrelang von der Abgabe einer Steuererklärung befreit waren, müssen sich inzwischen wieder mit diesem Thema beschäftigen. Hilfestellung bietet dabei der kostenlose BdSt-Ratgeber „Steuererklärung für Senioren 2016“. Mehr dazu

05.01.2017

Nach dem Unfall Steuern sparen

Kosten eines Unfalls auf dem Weg zur Arbeit als Werbungskosten geltend machen / Finanzamt erkennt Aufwendungen ausnahmsweise an

Für all diejenigen, die wegen des aktuellen Winterwetters einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit hatten, hält der BdSt Hessen wenigstens einen tröstlichen Steuertipp bereit. Zwar sind mit der Entfernungspauschale grundsätzlich sämtliche Kosten eines Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstelle abgegolten. Doch die Finanzverwaltung lässt unter bestimmten Voraussetzungen den steuerlichen Abzug von Unfallkosten ausnahmsweise zu. Soweit die Aufwendungen nicht durch den Arbeitgeber, durch den Schädiger oder durch die Haftpflicht- und Kaskoversicherung ersetzt werden, können sie als Werbungskosten geltend gemacht werden. Mehr dazu

29.12.2016

Zum Jahreswechsel Platz im Aktenschrank schaffen

BdSt Hessen informiert über Aufbewahrungsfristen / Stichjahre 2006 und 2010 / Sonderregelung für Privatpersonen mit Spitzenverdienst
Entrümpeln tut gut und schafft vor allem Platz. Der Jahreswechsel bietet allen Unternehmen,
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Freiberuflern, Vereinen und Verbänden wieder die Gelegenheit, die Aktenschränke von alten Unterlagen zu entlasten. Darauf weist der BdSt Hessen hin. Die Abgabenordnung sieht zwei wichtige steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen vor.

Zehn Jahre lang müssen Bücher, Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen und Buchungsbelege aufgehoben werden. Gleiches gilt für alle Arbeitsanweisungen und Organisationsunterlagen, die diese Belege verständlich machen und erläutern. Folglich können die entsprechenden Unterlagen des Jahres 2006 und früherer Jahre zum 1.1.2017 vernichtet werden.

Sechs Jahre lang müssen empfangene Handels- und Geschäftsbriefe, Geschäftsberichte sowie Unterlagen, die für die Besteuerung wichtig sind, aufgehoben werden. Somit können die entsprechenden Belege des Jahres 2010 und früherer Jahre zum 1.1.2017 vernichtet werden.

Eine Liste mit den Ablagefristen für bestimmte Dokumente können Sie hier kostenlos herunterladen. Mehr dazu
08.12.2016

Höherer Mindestlohn

Anpassungsbedarf bei Minijobs prüfen!

Ab dem 1. Januar 2017 gilt in Deutschland ein höherer gesetzlicher Mindestlohn. Der Mindestlohn betrifft auch Minijobs. Steuerzahler, die im Betrieb oder im Privathaushalt einen Minijobber beschäftigen, sollten unbedingt nachrechnen, ob durch die neue Regelung die Minijobgrenze von 450 Euro pro Monat überschritten wird, rät der Bund der Steuerzahler. Geht der Minijobstatus verloren, sind Meldungen an die Krankenkassen und das Finanzamt erforderlich.

Zum 1. Januar 2017 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde. Nur wenige Branchen, Minderjährige und Auszubildende sind von dieser Regelung ausgenommen. Der Mindestlohn gilt auch für Minijobs! Ab Januar 2017 kann ein Minijobber nur noch gut 50 Stunden pro Monat arbeiten, wenn der Mindestlohn von 8,84 Euro die Stunde gezahlt wird. Das sind zwei Stunden weniger als bisher. Mehr dazu

17.11.2016

Bessere Steuerregel für Übertragung von Pensionszusagen

Beim Übergang auf eine andere GmbH entsteht kein Arbeitslohn!

Wird eine Pensionszusage auf eine andere Gesellschaft übertragen, führt das beim Arbeitnehmer nicht unbedingt zu steuerpflichtigem Arbeitslohn. Damit entschärft das oberste deutsche Steuergericht eine heikle Problematik, die sich oft beim Verkauf von GmbHs stellt, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Im Urteilsfall war der Kläger Gesellschafter-Geschäftsführer bei der A-GmbH, die ihm eine Pensionszusage erteilt hatte. Im Vorgriff auf die geplante Veräußerung seiner Geschäftsanteile gründete der Kläger eine B-GmbH mit ihm als alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer. Mehr dazu

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