Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat sein diesjähriges Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2025/26“ mit 100 exemplarischen Beispielen für Steuergeldverschwendung veröffentlicht. Aus diesem Anlass stellte der hessische Steuerzahlerbund zwölf Fälle vor, in denen nach Ansicht der Organisation zu sorglos mit öffentlichen Geldern umgegangen wurde. „Das Schwarzbuch zeigt seit mehr als fünf Jahrzehnten anhand konkreter Beispiele auf, welche Fehler zu Verschwendung führen. Damit wollen wir dazu beitragen, ähnliche Fälle in Zukunft zu vermeiden!“, erklärt Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen.
Im Schwarzbuch findet sich in diesem Jahr unter anderem die Stadt Eschwege, die für 223.000 Euro mobile Sitzmöbel aus Kunststoff erworben hat, deren Klemmbaustein-Optik Vielen negativ aufstößt. Dafür wurden spezielle Gussformen hergestellt, die den Großteil der Gesamtkosten ausmachten. Möglich wurde dies durch eine Mischfinanzierung: Die vielen Fördergelder haben bei der Stadt vermutlich zu Fehlanreizen geführt, weil sie selbst nur einen kleinen Teil beisteuern musste. Aus Sicht des BdSt hätte Eschwege auf Sitzgelegenheiten „von der Stange” zurückgreifen und so den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern viel Geld sparen können.
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