Der Bund der Steuerzahler (BdSt) Hessen fordert die Stadtverordneten von Idstein auf, sehr sorgfältig zu prüfen, ob und wie die Stadt eine Durchführung des Hessentags 2027 finanziell stemmen könnte. Nachdem Bebra aus Kostengründen verzichtet hat, wird dort nun über eine Bewerbung für nächstes Jahr beraten.
„Auch in Idstein sind erhebliche Zweifel angebracht, ob sich die Stadt einen Hessentag im üblichen gigantischen Ausmaß leisten kann“, so Joachim Papendick, Vorsitzender des BdSt Hessen.
Schließlich befinde sich die Stadt ohnehin schon in einer finanziellen Schieflage und gehe im Haushaltssicherungskonzept davon aus, dass bis 2029 erhebliche Einsparungen und eine dramatische Erhöhung der Grundsteuer erforderlich sind.
„Die Durchführung des Hessentags ist für die Kommunen immer mit einem Millionendefizit verbunden. Ob die im Gegenzug gewährten Zuschüsse des Landes das auffangen können, ist fraglich“, meint Papendick. Nach Auffassung des BdSt Hessen sollten sich künftige Ausrichter-Städte auf die Pflicht-Module konzentrieren und beispielsweise nach dem Vorbild von Fritzlar auf eine Arena für große und teure Konzerte internationaler Stars verzichten. So könnten die Defizite in der Durchführung zumindest begrenzt werden. Dennoch blieben die steigenden Kosten für Sicherheit, Energie und Personal für alle Veranstalter eine Herausforderung. Deshalb plädiert der hessische Steuerzahlerbund weiterhin dafür, das Landesfest wie alle anderen Bundesländer auf höchstens drei Tage zu begrenzen. „Die aktuellen Schwierigkeiten, Ausrichter-Städte für das Mega-Event zu finden, sollten das Land endlich zum Umdenken bewegen. Auch ein kürzeres Landesfest kann die Hessinnen und Hessen zusammenführen.“, so Papendick abschließend.
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