Bitte geben Sie den Suchbegriff in die Suchbox ein und drücken Sie anschließend ENTER

Frankfurt ist World Design Capital

Öffentliche Hand bezuschusst Projekt mit 14,3 Mio. Euro

Foto: Ben Kuhlmann / WDC 2026

Frankfurt und die Rhein-Main-Region sind 2026 Austragungsort der World Design Capital (WDC) mit über 2.000 Events – größtenteils finanziert mit Steuergeld. Am Ende des Jahres wird sich zeigen, ob die WDC auch Menschen über die Landesgrenzen hinaus anziehen konnte.

Auf San Diego folgt Frankfurt RheinMain
Alle zwei Jahre wird der Titel World Design Capital vergeben. Frankfurt RheinMain hat ihn als erste deutsche Region bekommen. Damit reiht sie sich in eine Liste von Metropolen wie Seoul, Helsinki und San Diego/Tijuana ein. 

Zusammenleben und Demokratie stärken
Das Thema des WDC lautet in diesem Jahr: „Design for Democracy, Atmospheres for a better life“. Laut den Organisatoren sollen „wegweisende Projekte und zahlreiche Veranstaltungen realisiert werden, um zu zeigen, was Design leisten kann – für die Gesellschaft und die Demokratie, für unser Zusammenleben und unseren Alltag“. Mit dabei sind 450 Kooperationspartner wie beispielsweise Museen, Hochschulen, Stiftungen, Unternehmen, Initiativen, Schulen und Vereine. Austragungsorte sind unterschiedliche Städte und Gemeinden verteilt über das Rhein-Main-Gebiet. Erleben können die Bürgerinnen und Bürger die WDC auf ganz unterschiedliche Art und Weise, ob auf Festivals, bei Stammtischen, auf dem WDC-Schiff, in Symposien oder auf dem WDC-Campus und noch vieles mehr. 

Staat trägt Großteil der Kosten
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 16 Mio. Euro. Davon werden 14,3 Mio. Euro von drei Hauptförderern – dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain – sowie den Städten und Gemeinden der RheinMain-Region getragen. Die restlichen 1,7 Mio. Euro kommen von Institutionen, Unternehmen und Stiftungen über Co-Finanzierung, Sachleistungen und Spenden. Die Stadt Frankfurt erhofft sich von der WDC 2,5 Mio. Besucherinnen und Besucher und schätzt, dass diese zwischen 75 und 125 Mio. Euro in der Region ausgeben werden.

Bilanz bleibt abzuwarten
Am Ende des Jahres wird sich zeigen, ob sich die Kosten rentiert haben und wie viele Menschen der Titel World Design Capital von außerhalb der Region ins Rhein-Main-Gebiet gezogen hat. Der BdSt Hessen wird ein Auge darauf haben.

Weitere Meldungen