Die Ergebnisse einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen unter allen 421 hessischen Städten und Gemeinden zeigen, dass im Jahr 2025 mit 50,6 Prozent rund die Hälfte von ihnen Straßenbeiträge erhoben hat. Zehn Kommunen haben Straßenbeiträge abgeschafft, Fischbachtal und Linsengericht wechselten von einmaligen auf wiederkehrende Beiträge. Leun hat wiederkehrende Beiträge neu eingeführt, sodass im Saldo nur neun Kommunen zusätzlich auf Straßenbeiträge verzichteten. Damit verlangten in Hessen noch 162 Städte und Gemeinden einmalige und 51 wiederkehrende Beiträge – in Wohratal kommen sogar beide Modelle zum Einsatz.
„Seit einer Gesetzesänderung im Sommer 2018 ist es den Kommunen freigestellt, ob und wie sie Straßenbeiträge erheben. Weil aber immer noch knapp die Hälfte der Städte und Gemeinden an der Erhebung festhält, ist Hessen heute ein Straßenbeitrags-Flickenteppich. Wir setzen uns für die komplette Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ein, um die oft unverhältnismäßige Belastung für alle Bürgerinnen und Bürger Hessens zu beenden!”, erklärt Jochen Kilp, Vorstand beim hessischen Steuerzahlerbund.
Grundsätzlich setzte sich der Trend fort, wonach die Kommunen eher einmalige Beiträge abschaffen und wiederkehrende Beiträge einführen. Allerdings verlangsamte sich die Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. So hatten zwischen 2019 und 2024 immerhin über 100 Kommunen ihre Straßenbeiträge abgeschafft, 2019 erhoben noch 335 hessische Städte und Gemeinden Beiträge (79 Prozent).
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